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Unter einer Allergie versteht man eine von der Norm abweichende, ge- bzw. übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe, die so genannten Allergene, die durch wiederholten Kontakt mit diesen Allergenen erworben wird. Häufig wird dafür auch der Begriff Überempfindlichkeit verwendet. Allergien werden in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet und treten zunehmend bereits im Kindesalter auf. Eine mögliche Ursache dafür ist die ständig steigende Belastung durch Fremdstoffe in der Umwelt, aber auch veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, die z.B. auch mit einem gesteigerten Konsum von Genussmitteln oder Medikamenten einhergehen. Nach einer neuen Untersuchung, die Mitte Mai 2001 vom bayerischen Umweltministerium vorgestellt wurde, ist mittlerweile eine der wesentlichen Ursachen für das gehäufte Auftreten von Allergien in einer übertriebenen Hygiene in den ersten Lebensjahren von Kleinkindern zu suchen. So leiden, den Ergebnissen der Studie zufolge, Stadtkinder 15-mal häufiger an Allergien als Kinder, die auf Bauernhöfen schon frühzeitig den zahlreichen Einflüssen von Gras-, Getreide- und Baumpollen sowie Tierhaaren oder Tierausscheidungen ausgesetzt waren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Allergien einzuteilen. Im Alltag des "Normalbürgers" werden die Allergien am häufigsten nach den Aufnahmemöglichkeiten der einzelnen Allergene eingeteilt, während sich in der Medizin die Einteilung nach den zugrunde liegenden pathologischen, also krankhaften, Reaktionen des Immunsystems in der Beschreibung von Coombs und Gell durchgesetzt hat. Nach dem jeweiligen Aufnahmemechanismus können folgende Formen der Allergie unterschieden werden:
Der britische Pathologe Robin C. Coombs (geb. 1921) beschrieb gemeinsam mit seinem Kollegen Gell vier Typen allergischer Reaktionen, Reaktionen vom Typ I,II,III und IV, die auch als Mischformen auftreten können. Diese vier Reaktionstypen sind prinzipiell normale Reaktionsformen des menschlichen Immunsystems, die im Falle der Allergie allerdings "über ihr Ziel hinausschießen" und so den Charakter einer Erkrankung erlangen. |
