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Bei der Betrachtung einer Latexallergie ist grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Typen der Allergien zu unterscheiden:
Die eigentliche Latexallergie basiert auf der beschriebenen Überempfindlichkeitsreaktion des menschlichen Organismus gegen Latexproteine.
Hauterscheinungen wie brennende Quaddeln und Rötungen sind typische Symptome einer Latexallergie und treten bereits innerhalb weniger Minuten im ersten Stadium lokalisiert, später auch generalisiert, also am ganzen Körper auf.
Meistens beginnt eine Naturlatex-Allergie beim Gebrauch von Handschuhen auf Latexbasis mit einem Ausschlag auf den Händen.
Andere allergische Symptome sind heuschnupfenartige Reaktionen wie juckende und geschwollene Augen, laufende Nase und Niesen.
Manche Patienten entwickeln asthmaähnliche Symptome wie Engegefühl in der Brust, Keuchen, Husten und Kurzatmigkeit.
Aber: nicht unbedingt jeder, der beim Gebrauch von Gummihandschuhen mit Hautirritationen auf den Händen reagiert, ist Naturlatex-Allergiker.
Diese sogenannte Spätallergie tritt erst nach 24 bis 48 Stunden nach Allergenkontakt auf.
Sie äußerst sich als Ekzem durch Rötung und Juckreiz, Bildung von Knötchen und Bläschen auf der Haut.
Auslöser und Hauptsensibilisatoren sind im Rahmen moderner Herstellungsverfahren für medizinische Produkte eingesetzte Zusatzstoffe. Thiurame, die als Beschleuniger im Produktionsprozess eingesetzt werden, gelten dabei in 50-80 % aller allergischen Kontaktekzeme als besonders kritisch.
Seitdem nahezu alle Hersteller auf Thiurame verzichten, sind Typ IV Allergien deutlich zurückgegangen.
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