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Es ist kaum möglich, die Milben ganz aus dem Haushalt zu entfernen. Ihre Anzahl lässt sich durch folgende Maßnahmen deutlich verringern: |
- Wenn die Matratze älter als acht Jahre ist, sollte sie gegen eine neue ausgetauscht werden.
- Ältere Matratzen, die wahrscheinlich bereits eine große Menge Milbenkot enthalten, sollten durch neue Matratzen ersetzt werden. Das Material spielt im Hinblick auf Hausstaubmilben keine Rolle, sie fühlen sich in synthetischem Material genauso wohl wie in Naturfasern.
- Matratzen mit speziellen milbendichten Überzügen (Encasings) versehen. Zu diesem Produkt in unserem Online-Shop
- Oberbett, Kopfkissen und Bettwäsche sollten bei 95°C waschbar sein, mindestens jedoch bei 60°C. Alternativ können Oberbetten/Kopfkissen ebenfalls mit Encasings versehen werden.Zu diesen Produkten in unserem Online-Shop
- Polstermöbel müssen regelmäßig gesäubert werden.
- Vorsicht vor allem bei alten Polstermöbeln! Hier kann sich vielleicht im Laufe der Jahre eine ansehnliche Milbenpopulation (inklusive Abfallprodukten!) gebildet haben.
- Ledermöbel sind unproblematisch. Hier finden Milben keinen Lebensraum.
- Bitte beachten Sie: Nach dem Staubsaugen ist die Innenraumluft um etwa 50mal mehr mit schwebendem Hausstaubmilbenallergen kontaminiert als zuvor, da herkömmliche Staubsauger die Allergenpartikel ungefiltert wieder ausblasen. Bei der Wahl der Staubsauger sollte man daher auf Geräte mit speziellen Feinstaubfiltern achten und die Filtertüten sollten nicht länger als 14 bis 21 Tage im Staubsauger bleiben. Alternativ zu einem neuen Staubsauger können auch spezielle Filter (HEPA: High-Efficiency Particulate Air), die in fast alle Geräte eingesetzt werden können, verwendet werden. Vorsicht ist bei den als Allergiker-freundlich gepriesenen Wasserstaubsaugern geboten: Die Allergene werden im Wasser nur aufgelöst und dann mit dem Wasserdampf wieder ausgeblasen. Die Belastung ist nach dem Saugen höher als vorher.
- Häufiges Lüften (auch nach dem Staubsaugen) ist zu empfehlen.
- Vor allem im Schlafbereich auf Staubfänger verzichten. Dazu gehören Velours, Vorhänge, offene Bücherregale, Teppich u.a.
- Kuscheltiere von Kindern können durch einen Besuch in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative sind (bei mind. 60°C) waschbare Kuscheltiere.
- Als Urlaubsgebiete empfehlen sich für Hausstauballergiker Regionen über 1.200 Meter Höhe.
- Achten Sie auf eine möglichst niedrige Luftfeuchtigkeit.
Bitte beachten Sie:
Ev. vermissen Sie den Hinweis auf Milbensprays, etc.
Obwohl wir damit eine Menge Geld verdienen könnten, werden Sie diese auch in unserem Online-Shop nicht finden.
Unserem Qualitätsanspruch zufolge verkaufen und empfehlen wir nur Produkte und Maßnahmen, die gesund und erwiesenermaßen erfolgsversprechend sind.
Verschiedene andere Shops und Hersteller bieten eine scheinbar preiswerte Alternative zu den Bezügen (Encasings) für das Bett an: Anti-Milbenmittel (Akarizida).
Die Produkte, meistens Sprays, sollen die kleinen Tierchen töten oder vertreiben und den allergieauslösenden Kot besser absaugbar machen. Allergie-Experten indes sind skeptisch, ob die Mittel etwas bringen: »Das ist höchstens was für Teppiche, die nicht ausgetauscht werden können«, meint Dr. Horst Müsken von der Allergie- und Asthmaklinik in Bad Lippspringe. Auch der Deutsche Allergie- und Asthma-Bund (DAAB) hält die Milbenkiller höchstens für eine unterstützende Maßnahme.
Öko-Test hat 15 Anti-Milbenmittel eingekauft und den Allergo-Biologen und Milbenexperten Dr. Jörg-Thomas Franz von der Universität Paderborn um eine Begutachtung der Wirkstoffe gebeten. Außerdem wurden die Produkte in einigen Labors auf Schadstoffe untersucht.
Auszüge aus dem Testergebnis:
> Keines der 15 Produkte erhielt die Note »sehr gut« oder »gut«, nur vier schnitten mit »befriedigend« ab. Alle anderen waren »mangelhaft« oder gar »ungenügend«.
> Für keinen der eingesetzten Wirkstoffe ist eindeutig bewiesen, dass es Allergikern danach deutlich besser geht. Für die Substanz Benzylbenzoat gibt es immerhin Untersuchungen, die eine Wirkung auf Hausstaubmilben belegen. Allerdings bezweifeln vor allem neuere klinische Studien, dass die praktische Anwendung von Benzylbenzoat im Haushalt für Allergiker eine relevante Verbesserung bringt. Vor allem bei Matratzen und Polstermöbeln könne die Substanz nicht so tief eindringen, dass den Milben keine Rückzugsmöglichkeit mehr bleibt. Dieser Kritikpunkt gilt auch für das beliebte Neemöl.....
Eine weitere Problematik jedoch besteht in der möglicherweise vorhandenen unspezifischen Reizung durch die Chemie der Mittel (Benzylbenzoat, Taninsäure, Pyrothroide, Phosphormethyle).
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