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Allergie-Arten Hausstaubmilben-Allergie Was ist Hausstaubmilben-Allergie


Was ist eine Hausstaubmilben-Allergie?
Hausstaubmilben sind durch die zunehmend abgeschlossene Lebensform zur wichtigsten Allergenquelle geworden, und obwohl man den Eindruck haben kann, die Milben als Allergenproduzenten hätten erst in den letzten 10 Jahren eine Bedeutung bekommen, sei darauf hingewiesen, dass ihre Allergene schon vor 60 Jahren in Deutschland als "die häufigste Asthmaursache, wenigstens in unserer rheinischen Gegend" beschrieben wurden.
Eine Milbe produziert im Laufe ihres zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen, welche die Allergene enthalten. Zunächst sind die Kotballen noch von einer schleimartigen Schicht umgeben. Nach dem Austrocknen dieser Schicht zerfallen die Kotbällchen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch Bewegungen von Textilien, wie Bettdecke oder Matratze, Polstermöbeln und Teppichen, sowie durch den Luftzug z. B. im Rahmen des Staubsaugens, wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert.
So gelangen sie in die Atemwege. Wenn bestimmte Eiweiße (Allergene) von diesen Teilchen mit dem Immunsystem von allergischen Personen in Berührung kommen, erfolgt eine Überreaktion:
Wenn diese Eiweiße eingeatmet werden, bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper), die unter anderem die Ausschüttung von Histamin verursachen. Histamin ist der wichtigste Entzündungsstoff in der Entstehung allergischer Krankheitsbilder und beispielsweise für Hautrötungen, Schwellungen, Verengungen der Luftwege oder den vermehrten Austritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen verantwortlich. Im Gegensatz zu Pollen sind Hausstaubmilben das ganze Jahr hindurch in unserer Umgebung vorhanden. Eine Allergie gegen Hausstaubmilben wird deshalb auch als Ganzjahresallergie beziehungsweise als perenniale Allergie bezeichnet. Tierhaltung verursacht eine Vermehrung der Hausstaubmilben bedingt durch die zusätzliche Luftfeuchtigkeit. 
Im Gegensatz zu den Katzenallergenen, die leicht aufgewirbelt werden und lange im Schwebstaub der Raumluft verbleiben können, sinken die Hausstaubmilbenallergene durch ihre Verklumpungsneigung relativ rasch zu Boden. Sie finden sich in besonders hohen Konzentrationen, wo die Milben ungestört und unter günstigsten Bedingungen existieren, nämlich in und auf der Matratze, dem Kopfkissen und der Bettdecke.
Der Allergengehalt des Hausstaubs folgt dem Vermehrungszyklus der Milben. Dieser beginnt im Mai und endet im Oktober, so dass die typischen Krankheitserscheinungen bei Milbenallergikern während dieser Monate eine Intensivierung erfahren. Auf Grund des gehäuften Vorkommens in der Schlafstätte des Menschen treten die Beschwerden bevorzugt nachts bzw. bei Hausfrauen auch bei der Bearbeitung der Schlafstätte (Ausklopfen der Matratze, Wechsel des Bettzeugs) auf.
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