...für die sensible Seite in Ihnen
       
.
.
.
|
|
Allergiearten
|
Kreuzallergien
|
Neurodermitis
|
Pollenflugkalender
|
Lexikon



Diagnose & Therapie (angelehnt an Dr. med. Immo Grimm)

Ist es auf den Stich einer Biene, Hummel, Wespe oder Hornisse zu einer, über die (durchaus auch starke) Schwellung der gestochenen Region hinausgehenden Allgemeinreaktion (= systemische Reaktion) gekommen, so müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die den allergischen Patienten vor weiteren Stichreaktionen schützen. Dazu gehören die Verordnung antiallergischer Medikamente, eine genaue Allergiediagnostik und die Allergie-Impfung (Hyposensibilisierung).
Als Erstmaßnahme verordnet der Arzt ein schnell wirkendes Antihistaminikum, dazu ein trinkbares Kortison-Präparat und Adrenalin zur Inhalation.
Zur genauen Diagnose der Insektengift-Allergie erfolgt 3-4 Wochen nach dem Stichereignis eine Blutuntersuchung (RAST) auf spezifische Antikörper gegen das Gift von Bienen, Wespen und Hornissen. Gleichzeitig wird ein Hauttest mit Bienen- und Wespengift durchgeführt (vergleichbar mit dem Hauttest gegen Pollen u. ä.). Hat man so das Allergie auslösende Gift herausgefunden, erfolgt die Hyposensibilisierung, sofern der Patient nicht mit einem Beta-Blocker oder ACE-Hemmer behandelt wird.
Da das Gift von Hummeln und Hornissen zur Hyposensibilisierung nicht zur Verfügung steht, wird bei einer Reaktion auf Hummelstiche das artverwandte Bienengift und bei einer Allergie auf Hornissengift das artverwandte Wespengift verwendet.
Für die Allergie-Impfung, bei der die Injektionen unter die Haut des Oberarms erfolgen, gibt es verschiedene Schemata.
Üblicherweise beginnt man mit einer Giftdosis, die etwa dem tausendsten Teil eines Stiches entspricht und steigert diese innerhalb von 1-2 Wochen auf die Giftmenge mehrerer Stiche. Diese Dosis wird dann in 4-6wöchigen Abständen 3-5 Jahre weiter gespritzt (Bienen geben bei einem Stich bis zu 200 Mikrogramm Gift ab, Wespen etwa 3-10 Mikrogramm).
Die Hyposensibilisierung mit Insektengiften führt in nahezu 100% aller Fälle zu einem vollständigen Schutz vor weiteren allergischen Reaktionen bei erneuten Stichen.
Diese Behandlung sollte auch im höheren Lebensalter erfolgen, weil die mit dem Alter oft verbundenen Begleiterkrankungen (z. B. Herz-Kreislaufschwäche) selbst wieder ein Risikofaktor für eine verstärkte anaphylaktische Reaktion sein können.
Die Weiterbehandlung während einer Schwangerschaft ist möglich.  Der Impfbeginn sollte aber aus Vorsicht nicht während einer Schwangerschaft erfolgen.
Die Behandlung ist nicht gerade billig; 100 Mikrogramm Gift (eine Impfdosis) kosten etwa 50,- EURO, die Therapie wird aber von allen Kassen (in Deutschland) übernommen.

>> weiter

Der Sensitive-Needs.com Online-Shop wurde geschlossen

© 2004 sensitive-needs.com
Alle Rechte vorbehalten