Das Weggeben des allergieauslösenden Tieres bzw. das Einstellen des Umgangs mit ihm ist die Maßnahme, die oft Beschwerdefreiheit bringt. Klar ist, dass diese Maßnahme bei Ihnen selbst und/oder in Ihrer Familie auf Widerstand stößt. Sie und/oder Ihre Kinder mögen das Tier doch, sonst hätten Sie es ja nicht um sich.
Vielleicht hilft es allen Beteiligten, wenn sie sehen, dass es dem Tier dann gut geht. Vielleicht müssen Sie es nicht im Tierheim abgeben, sondern finden für das Tier ein neues Zuhause bei netten Menschen.
Wenn diese Entscheidung ansteht, bedenken Sie jedoch, dass sich Ihre Allergie durch ständigen Kontakt mit dem Tier auch verschlimmern und zu ernsthaften Symptomen (z.B. Asthma) führen kann, welche noch schwerer zu behandeln sind.
Manche Tierallergiker sind nur gegen eine Tierart allergisch. Dass ein Hundehaarallergiker nur auf eine bestimmte Hunderasse reagiert, wurde berichtet. Leider kann sich eine Allergie aber auch durch den ständigen Kontakt mit einem Tier erst entwickeln. Ein Allergiker sollte also generell keine Tiere halten. Auch ein negativer Allergietest ist keine Garantie dafür, dass sich in der Zukunft nicht auch eine Allergie auf das neue Haustier einstellen wird.
Weitere Tipps:
- Eltern, die selbst allergisch sind, sollten sowohl im eigenen wie auch im Interesse ihrer Kinder gut überlegen, ob sie den Kindern das Halten eines Haustieres erlauben sollen. Durch den Tierkontakt kann nämlich sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern eine Tierallergie entstehen.
- Kinder mit Tierallergie sollten Freunde, die das entsprechende Tier halten, möglichst nicht besuchen. Aber auch der umgekehrte Besuch ist problematisch, wenn die Tierhalter das Allergen in ihren Haaren, ihrer Kleidung und ihren Schuhen mitbringen (und auf dem Teppichboden der Wohnung hinterlassen). Eventuell muss das Kind bei solchen Kontakten zur Vorbeugung von Beschwerden Medikamente anwenden. Da sich auch in der Schule alle möglichen Tierallergene „versammeln“ können, ist im Einzelfall an eine Hyposensibilisierung zu denken.
- Die selben Probleme haben erwachsene Tierallergiker, die zu netten Menschen eingeladen werden, die ein entsprechendes Tier besitzen.
- Wer eine Allergie gegen Federn (Daunen) hat, sollte Kissen und Betten mit Kunstfaserfüllung wählen und keine daunengefütterten Winterjacken tragen.
- Haben Sie eine Pferdeallergie, dann denken Sie daran, dass vor allem ältere Möbelstücke gelegentlich mit Rosshaar gepolstert sind.
- Kleidungsstücke aus Tierfell oder Schafwolle sind mögliche Auslöser, die Sie bei begründetem Verdacht entsorgen oder verschenken sollten.
- Auch nach dem „Abschaffen“ eines Haustieres bleiben noch reichlich Allergene im Haushalt zurück. Katzenallergene beispielsweise konnten noch jahrelang nachgewiesen werden, nachdem die Katze die Wohnung verlassen hatte. Führen Sie daher nach dem Auszug Ihrer Katze eine gründliche Reinigung besonders der Teppiche und der textilen Einrichtungsgegenstände (Polster, Vorhänge) durch.
- Falls Sie sich aus irgendeinem Grund von Ihrer Katze nicht trennen können, empfiehlt es sich, regelmäßig Staub zu saugen, oft zu lüften, Polstermöbel und Teppiche abzuschaffen und die Katze einmal wöchentlich waschen zu lassen.
- Bei regelmäßigen indirekten Kontakten mit dem Allergen, wenn z.B. Ihre Kollegin, mit der Sie das Büro teilen, eine begeisterte Katzenliebhaberin ist, und Sie Katzenallergiker sind, ist eine Hyposensibilisierung zu erwägen.