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Es sind eigentlich gar nicht die Tierhaare, welche die Allergie auslösen.
Vielmehr sind Stoffe daran schuld, die von den Tieren produziert werden. So sind in Talg, Speichel und Schweiß der Tiere Eiweiße enthalten, die eine allergische Reaktion verursachen können. Durch das Putzen gelangen zum Beispiel Talg und Speichel auf die Tierhaare oder vermischen sich mit feinen Staubpartikeln. So schweben dann die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) durch die Luft und können auch ohne direkten Tierkontakt allergische Symptome auslösen. Katzenhaare sind besonders schlimm: Sie sind so fein, dass sie überall haften bleiben und nur sehr schwer zu entfernen sind. Katzenbesitzer tragen sie mit ihrer Kleidung überall hin, z.B. in Schulen oder öffentliche Verkehrsmittel. Spitzenreiter sind Polstersessel im Kino. So haben manche Allergiker auch an Orten Beschwerden, an denen sich überhaupt kein Tier befindet. Gerade bei solchen Patienten ist das Erkennen der Allergiequelle erschwert und es wird häufig nicht an eine Tierhaarallergie gedacht. Tierallergiker müssen beachten, dass die Tierallergene nicht nur an den anwesenden, lebendigen Tieren vorkommen. Sie werden außerdem erstens durch alle möglichen Gegenstände in erster Linie durch Kleidung verschleppt und befinden sich zweitens auch in Alltagsgegenständen, die aus Tierhaaren oder Federn bestehen, z.B. in Pelzmänteln, -krägen, Fellen, Fellhandschuhen, -mützen, Bettvorlegern, Federkissen, Rosshaardecken und -matratzen sowie seltener in Pullovern und anderen Kleidungsstücken aus bearbeiteter Wolle (Merino, Kaschmir). Der erste Kontakt mit dem Allergen verläuft ohnehin meist unauffällig. Er führt jedoch bei einer entsprechenden Veranlagung zu einer Überempfindlichkeit (Sensibilisierung). Landet das Allergen, wie im Falle der Tierallergie, auf der Schleimhaut der Nase, der Augen oder der Bronchien, bildet das Immunsystem, das der Mensch zur Abwehr von Gesundheitsgefahren dringend benötigt, Antikörper, die genau gegen dieses Allergen gerichtet sind. Es reagiert also ähnlich, als würden die Allergene eine Bedrohung für den Körper darstellen. Beim allerersten Allergenkontakt passiert weiter nichts. Beim zweiten Kontakt aber stürzen sich die bereits gebildeten Antikörper auf das Allergen. Die Reaktion zwischen beiden Allergen und Antikörper führt zur Freisetzung von Stoffen, vor allem von Histamin, die eine Entzündung am Ort des Allergenkontaktes und manchmal auch Reaktionen an weit entfernten Körperstellen auslösen. |
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