| Komplikationen Die am meisten gefürchtete Komplikation im Rahmen allergischer Typ I-Reaktionen ist die Ausbildung eines anaphylaktischen Schocks. Daneben kann es während eines mehrjährigen Krankheitsverlaufes zu chronischen Entzündungen an den betroffenen Organen kommen, wie z.B. chronische Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, oder Asthma bronchiale, die unabhängig von der Anwesenheit eines Allergens ablaufen. Die Typ I-Reaktionen können sogar tödlich verlaufen, wenn es zu einer massiven Schwellung der Atemwege, insbesondere im Kehlkopf, kommt oder sich ein anaphylaktischer Schock entwickelt. Verlässliche Zahlenangaben existieren nicht. Hier kann nur durch sofortige gezielte Therapie das Leben des Patienten gerettet werden. Vorbeugende Maßnahmen Maßnahmen der Expositionsprophylaxe sind bereits im Kapitel zur Therapie beschrieben. Für Pollenallergiker bestehen vielfältige Möglichkeiten, sich über aktuelle Belastungen der Luft zu informieren. Telefonische Informationsdienste, Funk und Fernsehen, das Internet sowie viele Tageszeitungen bringen täglich aktualisierte Informationen zum Pollenflug verschiedener Pflanzen. Darüber hinaus haben mehrere der im Kapitel zur Therapie erläuterten Maßnahmen vorbeugenden Charakter, wie die Hyposensibilisierung, die Gabe von Medikamenten, die die Histamin-Freisetzung hemmen, das Rauchverbot sowie die Empfehlung, Säuglinge mindestens 6 Monate zu stillen. Akupunktur und Homöopathie werden ebenfalls prophylaktisch eingesetzt. Prognose Sowohl die Art der allergischen Reaktion als auch deren Ausmaß unterliegen im Laufe des Lebens gewissen Schwankungen. So wird bei einer Vielzahl von Patienten eine Abschwächung der allergischen Reaktionen mit zunehmendem Alter beobachtet. Andererseits ist ein Wandel des auslösenden Allergens möglich, d.h. dass ein Patient, der gegen Pollen allergisch ist, später durchaus eine Allergie gegen Konservierungsstoffe entwickeln kann. |
