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Die Symptome der Typ-II-Reaktion richten sich nach dem jeweils betroffenen Zell- bzw. Gewebetyp. Im Folgenden soll kurz auf allgemein bekannte Beispiele für Typ-II-Reaktionen eingegangen werden.
Transfusionzwischenfälle
Bei Bluttransfusionen muss unbedingt auf eine Übereinstimmung der Blutgruppen des ABO-Systems zwischen Spender und Empfänger geachtet werden.
Die Blutgruppen-Antigene, also z.B. A, B, AB und O, befinden sich auf der Oberfläche der Erythrozyten. Im Blut eines jeden Menschen befinden sich aber auch Antikörper gegen die jeweils fremde Blutgruppe. Wird einem Empfänger mit der Blutgruppe A Blut von einem Spender mit der Blutgruppe B übertragen, so enthält das Spenderblut Antikörper gegen die Blutgruppe A. Diese Antikörper binden sich an die Erythrozyten des Empfängers und zerstören diese. Unbehandelt verläuft eine Transfusion einer falschen Blutgruppe tödlich.
Morbus haemolyticus neonatorum (Blutgruppenunverträglichkeit im Rhesus-System) Hierunter versteht man eine Blutgruppenunverträglichkeit im Rhesus-System zwischen Mutter und ungeborenem bzw. neugeborenem Kind. Charakteristisch ist die Bildung von Rhesus-Antikörpern einer rhesus-negativen Mutter gegen ihr rhesus-positives Kind. Die mütterlichen Antikörper können die Plazenta passieren und binden sich dann an die Blutzellen des Kindes, die dadurch zerstört werden.
Glomerulonephritis
Eine Glomerulonephritis ist eine Form der Nierenentzündung mit Beteiligung bestimmter Strukturen, der Glomeruli.
Die Ursache dieser Erkrankung liegt in einer Typ-II-Reaktion zwischen Antikörpern und Zellmembranen der Niere. Durch diese Wechselwirkungen werden Entzündungen des Nierengewebes hervorgerufen, die bis zum Funktionsverlust der Niere führen können. Die Ursache für die Bildung dieser Antikörper konnte bisher nicht identifiziert werden.
Hyperakute Abstoßung von Organtransplantaten
Einer hyperakuten, d.h. innerhalb von 48 Stunden nach Transplantation auftretenden, Abstoßung eines transplantierten Organs liegen prinzipiell dieselben Mechanismen wie bei Transfusionszwischenfällen zu Grunde. Allerdings sind hier bereits vorhandene Antikörper des Empfängers gegen Gewebeantigene des Spenders für die Typ-II-Reaktion verantwortlich.
Das Ergebnis einer solchen Typ-II-Reaktion ist meist der Verlust des transplantierten Organs.
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