|
Hinweise auf Typ-IV-Reaktionen ergeben sich vor allem aus dem klinischen Bild. Bei dem Verdacht auf eine Kontaktallergie muss die allergieauslösende Substanz im Rahmen eines Expositionstests individuell identifiziert werden.
Beim Prick-Test wird das Allergen auf die Haut aufgebracht oder leicht in die Haut geritzt. Beim Scratch-Test wird die oberste Hautschicht, die Hornschicht, vorsichtig abgeschliffen und das Allergen unter einem Okklusionsverband, also einem gut abschließendem Verband, auf die vorbehandelte Stelle aufgetragen.
Die allergische Typ-IV-Reaktion erkennt man ähnlich wie eine Typ-I-Reaktion an einer Quaddelbildung, einer Schwellung und Rötung der Haut sowie am Juckreiz. Im Gegensatz zur Typ-I-Reaktion, bei der es wenige Minuten nach Allergenkontakt zu diesen Symptomen kommt, vergehen bei einer Typ-IV-Reaktion mindestens 12 Stunden, im Allgemeinen jedoch 48 bis 72 Stunden, bis sich die beschriebenen Veränderungen einstellen.
Eine Sonderform dieses Tests ist der Test mit Tuberkulin, der in der Regel bei Einstellungsuntersuchungen durch den Betriebsarzt erfolgt. Kommt es zu einer Knötchenbildung der Haut, ist dies ein Hinweis darauf, dass sich der Organismus bereits mit dem Tuberkuloseerreger auseinandergesetzt hat, entweder im Rahmen einer Impfung oder durch eine Infektion.
Eine weitere Möglichkeit der Diagnosestellung besteht in der histologischen, also feingeweblichen, Untersuchung einer Gewebeprobe und dem Nachweis charakteristischer Zellen, wie z.B. Lymphozyten.
Die Aktivierung von Lymphozyten kann durch den Lymphozyten-Transformations-Test nachgewiesen werden. Man geht dabei von der Tatsache aus, dass eine Aktivierung der Lymphozyten mit einer gesteigerten DNA-Synthese einhergeht. Man setzt einer Lösung mit Lymphozyten einen radioaktiv markierten DNA-Baustein, z.B. Thymidin, zu und gibt dann das vermutete Allergen zu der Lösung dazu. Wenn eine Aktivierung der Lymphozyten erfolgt, wird der radioaktive DNA-Baustein in die DNA des Lymphozyten eingebaut und kann dann nachgewiesen werden.
|