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Die Folgen der Typ-IV-Reaktion können in Abhängigkeit von der Reaktionsform bereits innerhalb von Stunden aber auch erst nach Monaten auftreten.
Typ-IV-Reaktionen treten bevorzugt an der Haut auf, können prinzipiell aber jedes Organ und jeden Gewebetyp betreffen. Wenn Patienten eine Allergie gegen Substanzen wie z.B. Chrom, Nickel, Latex, Gummi oder Talkum haben, ist besonders häufig die Haut betroffen. An der Haut reichen die Symptome von einer einfachen Schwellung, über die Ausbildung von Ekzemen mit Bläschenbildung, Juckreiz und Rötung der Haut, bis zur Ausbildung von derben Knoten. Neben den bereits erwähnten anorganischen Substanzen sind auch einige Krankheitserreger, und hier besonders die Mycobakterien, wie z.B. Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium leprae, in der Lage, auf Grund ihrer Persistenz in den Abwehrzellen, Typ-IV-Reaktionen auszulösen. Zu den chronischen Erkrankungen, die mit Typ-IV-Reaktionen einhergehen, gehören z.B. Tuberkulose, Lepra, Wurminfektionen und Leishmaniose.
Kontaktekzem
Nicht immer fällt auf den ersten Blick die Unterscheidung zwischen Neurodermitis und Kontaktekzem leicht. Meist besteht die Neurodermitis allerdings schon seit der Kindheit, ein Kontaktekzem entwickelt sich erst in der Jugend oder im Erwachsenenalter. Das Kontaktekzem ist nicht auf bestimmte Körperstellen wie die Gelenkbeugen beschränkt, sondern kann überall dort auftreten, wo die Haut mit dem Allergen in Berührung gekommen ist. Die Körperstellen, die mit dem Allergen in Kontakt kommen, röten sich nach einigen Stunden. Nach und nach entwickeln sich Bläschen, die Stellen beginnen zu schuppen und zu jucken. Typischerweise sind die Kontaktekzeme scharf begrenzt und betreffen nur die Stellen, mit denen die auslösende Substanz Kontakt hatte. Bei einer Nickelallergie befindet sich das Ekzem z. B. unter Uhren (nickelhaltiges Metall) und an der Stelle, an der der Jeansknopf auf der Haut auflag. Der Juckreiz ist meist auf die Ekzemstelle beschränkt und klingt, wenn der Auslöser gemieden wird, nach wenigen Tagen ab.
Typischerweise manifestiert sich ein allergisches Kontaktekzem an der Kontaktstelle, beispielsweise das allergische Kontaktekzem der Hand bei einer Chromatsensibilisierung (Zementkrätze).
Staubförmiger intensiver Kontakt zu allergenem Material kann jedoch auch ein generalisiertes allergisches Kontaktekzem verursachen, d. h., das gesamte Hautorgan kann betroffen sein.
Eine Sonderform stellt das photoallergische Kontaktekzem dar. Dabei wird der Fremdstoff erst unter Einwirkung von ultraviolettem Licht zum Allergen aktiviert.
Zur Dosis-Wirkungs-Beziehung bei allergischen Kontaktekzemen liegen Erkenntnisse aus Tierversuchen vor. Im Tierversuch kann die Induktionskonzentration (Konzentration, die zur Erzeugung einer Allergie nötig ist) und die Auslösekonzentration (Konzentration, die nötig ist, um ein Ekzem zu provozieren) bestimmt werden. Zudem liegen zahlreiche Erfahrungen aus der Testung von erkrankten Menschen vor. Für einzelne Stoffe (z. B. Formaldehyd) kann daher die Konzentration in einem Stoffgemisch definiert werden, bei deren Unterschreitung ein nennenswertes allergenes Risiko nicht mehr zu befürchten ist. In der Regel müssen diese Stoffe dann bei Unterschreiten dieser Konzentration nicht mehr deklariert werden.
Am Arbeitsplatz stellt insbesondere das aerogene Kontaktekzem (Allergenkontakt durch luftgetragene staubförmige Partikel oder Gase und Dämpfe) ein großes Problem dar. Bei bestimmten Allergenen (z. B. Epoxidharze, einzelne Konservierungsstoffe) genügen bereits geringste Konzentrationen, um bei bestehender Sensibilisierung eine Allergie auszulösen. Die Formulierung eines Grenzwertes, der vor aerogener Sensibilisierung schützt bzw. den Sensibilisierten vor einem aerogenen Kontaktekzem schützt, scheint derzeit noch nicht realisierbar zu sein.
Streureaktion
Wenn die Kontaktallergene lange und intensiv auf die Haut einwirken, kann es zu so genannten "Streureaktionen" kommen. Dann sind die Hautveränderungen nicht mehr allein auf die Kontaktstellen beschränkt, sondern weiten sich aus und können manchmal die gesamte Haut betreffen.
Innerhalb der Typ-IV-Reaktion unterscheidet man vier Reaktionsformen:
- Jones-Mote-Reaktion
- Kontaktallergie
- Tuberkulinreaktion
- Granulomatöse Reaktion
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Jones-Mote-Reaktion
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Kontaktreaktion
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Tuberkulinreaktion
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Granulomatöse Reaktion
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Albumin
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Chrom, Nickel, Gummi
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Mycobakterium tuberculosis, Leishmanien
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Mucobakterien, Talkumpuder
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12 Stunden
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48 Stunden
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48 Stunden
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4 Wochen
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Hautschwellung
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Ekzem
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Verhärtung und Schwellung der Haut
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Verhärtung der Haut
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